Legenden und Mythen

Haben Sie sich je gefragt, warum der Olivenbaum den Frieden symbolisiert?
Heutzutage wird Olivenöl hauptsächlich in der Küche eingesetzt und die Olivenbäume werden zur Gewinnung von Oliven und Öl angebaut. In der Vergangenheit jedoch war die Verwendung der Olivenbäume breiter angelegt und reichte vom therapeutischen Gebrauch bis zur Herstellung der Siegerkränze.

Entdecken Sie die Geschichten, Legenden und Mythen, die sich hinter dem Olivenöl verbergen, das Sie täglich verzehren:
OLIVENÖL ALS THERAPEUTISCHES HEILMITTEL
Der Olivenbaum ist eine außergewöhnlich langlebige und widerstandsfeste Pflanze: Sie wächst sogar nach überaus dürren Sommern und sehr harten Wintern weiter und schenkt Früchte. Dies erklärt, warum man dachte, der Verzehr von Olivenöl würde zu Stärke und Jugendlichkeit verhelfen.

In der Tat galt bei den ersten Kulturen aus dem Mittleren Osten das Olivenöl als Allheilmittel und noch heute trinken sie es tagtäglich, um sich gesund zu halten.
VERWENDUNG IN DEN RITUALEN
In der Vergangenheit wurde Olivenöl während der religiösen Feiern und Rituale wie Taufen oder in den Tempeln intensiv verwendet. Man benutzte es, um das Haupt von Königen, Adelsleuten und gar siegreichen Heerführern zu weihen.

  • Im alten Griechenland wurden die Besten der olympischen Spiele und die mutigen Sieger von Schlachten mit Kränzen aus Ölbaumzweigen geehrt.
  • Die Spartaner begruben ihre Toten auf einem Bett aus Olivenzweigen zum Schutze ihrer Seelen, während die Trauergäste Kränze aus Ölbaumzweigen trugen, um sich vor dem Bösen zu schützen.
LEGENDEN UND MÄRCHEN
  • Athene gegen Poseidon
    Die Legende erzählt vom Wettstreit zwischen dem Meeresgott Poseidon und der Weisheitsgöttin Athene, um herauszufinden, welches denn das kostbarste Geschenk für die Menschheit wäre. Poseidon bot ein Pferd, Athene schenkte einen Olivenbaum. Man sagt, dass gerade zu Füßen dieser Pflanze alle Götter des alten Griechenlands auf die Welt kamen. Dank der zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten (Wärmequelle, Nahrungsmittel, Medizin und Duft) wurde der Olivenbaum zum kostbarsten Geschenk auserwählt.
    Als Dank dafür erhielt Athene die größte Stadt Griechenlands, die ihr zu Ehren Athen genannt wurde.
  • Ein unzerstörbarer Baum
    Im Jahre 86 v.Ch. befahl der römische Diktator Lucius Cornelius Sulla, alle Olivenbäume zu fällen und sie in Kriegswerkzeuge umzuwandeln. Ihre Zerstörung wurde als ein Todesvorzeichen gedeutet, was den Dichter und Politiker Solon dazu bewog, andere Olivenbäume anzupflanzen und sie unter den Schutz von Zeus zu stellen. Seitdem sind Olivenbäume unzerstörbar.
  • Noahs Arche
    Nach dem Alten Testament kehrte die Taube, die Noah am Ende der Sintflut frei ließ, mit einem Olivenzweig im Schnabel wieder zu ihm zurück, als Zeichen dafür, dass das Wasser sich vom Boden zurückgezogen hatte. Man denkt, dass der Gedanke, der Olivenzweig symbolisiere den Frieden und das Wohlwollen, auf diese Erzählung zurückzuführen ist.
  • König Davids Harfe
    Neben der alten Mauer Jerusalems steht ein über 2000 Jahre alter mächtiger Olivenbaum, mit enormen, gewundenen Wurzeln, einem robusten Baumstamm und üppig wachsendem, grünem Laub. Der Überlieferung zufolge erholte sich König David stets im Schatten dieses Baumes und spielte Harfe. Seitdem heißt es, dass alle, die sich ein bisschen unter den Zweigen mit seinen silberfarbenen Blättern ausruhen, die Harfe König Davids hören können, aus deren Saiten die zauberhaftesten Melodien erklingen.

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